Lehrabschlussprüfung - FA-Tap

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Lehrabschlussprüfung

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DIE    LEHRABSCHLUSSPRÜFUNG
Die Lehrabschlussprüfung kann sowohl im erlernten wie auch in einem
verwandten Lehrberuf abgelegt werden.

WER KANN DIE ZULASSUNG ZUR LEHRABSCHLUSS- PRÜFUNG BEANTRAGEN UND WANN IST DIESER ANTRAG ZU  STELLEN?

ANTRÄGE KÖNNEN EINREICHEN

Lehrlinge, frühestens sechs Monate vor Beendigung ihrer Lehrzeit,
Lehrlinge, ab Beginn ihres letzten Lehrjahres, die die Berufs- schule erfolgreich abgeschlossen haben, wenn der Lehr- berechtigte zustimmt oder das Lehrverhältnis einvernehmlich oder ohne Verschulden des Lehrlings vorzeitig aufgelöst wurde oder vorzeitig geendet hat,
Personen, die die Lehrzeit (auch unter Anrechnung einer schul- mäßigen Ausbildung) beendet haben,
Personen, die auf Grund einer schulmäßigen Ausbildung keine Lehrzeit zurü̈cklegen müssen.

EINE AUSNAHMSWEISE  ZULASSUNG ZUR  LEHRABSCHLUSSPRÜFUNG KANN  BEANTRAGT WERDEN,  WENN:

das Lehrverhältnis nach Zurücklegung von mindestens der Hälfte der Lehrzeit (auch unter Berücksichtigung eines Lehrzeit- ersatzes) gelöst wurde und der Abschluss eines weiteren Lehrvertrages für̈  die restliche Dauer der Lehrzeit nicht möglich ist, oder
das 18. Lebensjahr vollendet ist und der Erwerb der fü̈r den jeweiligen Lehrberuf erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse glaubhaft gemacht wird, oder
eine Person mit Behinderung im Wege der Rehabilitation ausgebildet wurde, ohne Rücksicht auf das genannte Mindestalter, oder
das 22. Lebensjahr vollendet ist, für den betreffenden Lehrberuf Fertigkeiten und Kenntnisse erworben wurden und über die noch fehlenden Qualifikationen eine anerkannte Bildungsmaßnahme zur Höherqualifizierung absolviert wurde; die praktische Prüfung der Lehrabschlussprüfung kann in zwei Teilen abgelegt werden.
Die theoretische Prü̈fung kann teilweise oder zur Gänze entfallen (Antrag bei der Lehrlingsstelle erforderlich).

WEITERS  KÖNNEN  EINE  AUSNAHMSWEISE  ZULASSUNG  ZUR  LEHRABSCHLUSSPRÜFUNG  BEANTRAGEN:

Personen, die eine Schule mit einer zusätzlichen systematischen Ausbildung in einem Lehrberuf besuchen, ein halbes Jahr vor dem Ende der 12. Schulstufe.

Fü̈r Lehrlinge besteht ein Anspruch auf bezahlte Dienstfreistellung für die Zeit der Ablegung der Lehrabschlussprüfung.

WIE IST DER ANTRAG AUF ZULASSUNG ZUR LEHRABSCHLUSSPRÜFUNG ZU STELLEN?
Die Zulassung zur Lehrabschlussprüfung ist schriftlich zu beantragen.
Entsprechende Antragsformulare liegen bei der Lehrlingsstelle bei der Wirtschaftskammer Wien auf.

DEM ANTRAG SIND ANZUSCHLIESSEN DER NACHWEIS ÜBER:

die Dauer der zurückgelegten Lehrzeit, oder einen Schulbesuch, der die Lehrzeit ersetzt, oder
eine sonstige, auf die Lehrzeit anrechenbare Ausbildungszeit schulmäßige Ausbildung), den Besuch der Berufsschule oder über die Befreiung von der Berufsschulpflicht,
die Entrichtung der Prüfungstaxe.

Auskünfte über Vorbereitungskurse für Lehrabschlussprüfungen geben die Fachausschüsse der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien.


WO IST DER ANTRAG AUF ZULASSUNG BZW. AUSNAHMSWEISE ZULASSUNG ZUR LEHRABSCHLUSSPRÜFUNG ZU STELLEN?

Lehrlinge haben den Antrag bei der für den Lehrbetrieb (die Ausbildungsstätte) örtlich zuständigen Lehrlingsstelle einzubringen.
Schüler, die eine Schule mit einer zusätzlichen systematischen Ausbildung in einem Lehrberuf besuchen, können den Antrag bei der nach dem Schulstandort oder dem Wohnort örtlich zuständigen Lehrlingsstelle stellen. Andere Prüfungswerber können den Antrag bei der nach dem Arbeitsort oder dem Wohnort örtlich zuständigen Lehrlingsstelle einbringen.

PRÜFUNGSTAXE:
Lehrlinge, die während der Lehrzeit oder danach innerhalb der Weiterverwendungszeit erstmals zur Lehrabschlussprüfung
antreten, müssen vom Lehrberechtigten die Kosten der Prüfungstaxe ersetzt bekommen, die notwendigen Prüfungsmaterialien sind kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Besteht kein Anspruch auf Ersatz der Prüfungstaxe und stellt die Entrichtung für den Prüfling eine erhebliche wirtschaftliche Härte dar, so ist diese über Antrag des Prüflings zu ermäßigen.
Unter gewissen Voraussetzungen erstattet die Lehrlingsstelle die Prüfungstaxe zurück (zum Beispiel bei unverschuldeter Ver- hinderung an der Ablegung der Prüfung).
Für zusätzliche Informationen stehen die Jugendberater der Kammer fü̈r Arbeiter und Angestellte für Wien gerne zur Verfügung.

WANN KANN DIE PRÜFUNG ABGELEGT WERDEN?
Der Prüfungstermin wird von der Lehrlingsstelle bestimmt. Er kann festgelegt werden:

in den letzten 10 Wochen der Lehrzeit,
bei Besuch einer lehrgangsmäßigen Berufsschule nicht vor dem Ende des letzten Lehrganges,
bei Besuch einer ganzjährigen oder saisonmäßigen Berufsschule frühestens sechs Wochen vor dem Ende des Unterrichtsjahres, bei Lehrberufen mit zweieinhalb- oder dreieinhalbjähriger Lehrzeit frühestens sechs Wochen vor Beendigung der Berufsschul- pflicht.

Bei ausnahmsweiser Zulassung zur Lehrabschlussprüfung darf der Prüfungstermin nicht vor dem Zeitpunkt liegen, zu dem der/die PrüfungswerberIn frühestens die Prüfung ablegen hätte dürfen, wenn er/sie am 1. 7. des Jahres, in dem er/sie die Schulpflicht beendet hat, ein Lehrverhältnis begonnen hätte (ausgenommen sind Personen mit Behinderung).

Schüler, die eine Schule mit einer zusätzlichen systematischen Ausbildung in einem Lehrberuf besuchen, sind am Ende der 12. Schul- stufe zur Lehrabschlussprüfung zuzulassen, wenn auf Grund der vermittelten fachlichen Ausbildung eine erfolgreiche Ablegung der Lehrabschlussprüfung erwartet werden kann.

WAS TEILT DIE LEHRLINGSSTELLE VOR DER PRÜFUNG MIT?
Den genauen Prüfungstermin (spätestens drei Wochen vor der Prüfung),
welche Prüfungsgegenstände vorgesehen sind,
dass die theoretische Prüfung (unter bestimmten Voraussetzungen wie z. B. bei positivem Abschluss der letzten Klasse der Berufsschule) entfällt,
welche Arbeitsmittel und Behelfe zur Prüfung mitzubringen sind.

VORBEREITUNGSKURSE  AUF  DIE  LEHRABSCHLUSSPRÜFUNG
Der Besuch von anerkannten Vorbereitungskursen auf die Lehrabschlussprüfung wird gefördert; unterstützt wird die Teilnahme
von Lehrlingen im letzten Jahr der Lehrzeit oder von Personen, deren Lehrzeitende maximal zwölf Monate zurückliegt,
die Kosten der Teilnahmegebühr werden bis maximal € 250,- pro Kursteilnahme ersetzt; Lehrlinge und Lehrbetriebe können den Ersatz der Kurskosten bei der Lehrlingsstelle beantragen,
ausgenommen von dieser Förderung sind Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden), politische Parteien und Aus- bildungseinrichtungen.

KANN  DIE  LEHRABSCHLUSSPRÜFUNG  WIEDERHOLT  WERDEN?
Wird ein Gegenstand mit „nicht genügend“ benotet, gilt die Prüfung als nicht bestanden. Die Wiederholung der Prüfung ist
beliebig oft möglich (neuerlicher Antrag des Prüflings ist aber erforderlich!). Nur die negativ bewerteten Gegenstände müssen wiederholt werden.
Für die Wiederholung von Lehrabschlussprüfungen entfällt die Verpflichtung des Lehrlings zur Zahlung der Prüfungstaxe sowie der Kosten für die erforderlichen Prüfungsmaterialien für den Zweit- oder Drittantritt, wenn zur Lehrabschlussprüfung nach einer nicht bestandenen Prüfung ohne zwischenzeitigen Prüfungstermin, bei dem der/die Prüfungskandidat/in ohne gerechtfertigten Grund nicht erschienen ist, angetreten wird.

PRÜFUNGSZEUGNIS UND LEHRBRIEF
Von der Lehrlingsstelle wird nach Abschluss der Lehrabschlussprüfung

ein Prüfungszeugnis
sowie auf Antrag des Prüflings
ein entsprechend gestalteter Lehrbrief ausgestellt.

ZUSATZPRÜFUNG
Nach erfolgreicher Ablegung

der Lehrabschlussprüfung,
FacharbeiterInnenprüfung in einem land- und forstwirtschaftlichem Lehrberuf,
Matura an einer AHS mit berufsbildenden Inhalten, BHS oder höheren land- und forstwirtschaftlichen Schule
oder erfolgreicher Absolvierung einer mindestens zweijährigen berufsbildenden oder land- und forstwirtschaftlichen mittleren Schule,

kann eine Zusatzprüfung (zusätzliche Lehrabschlussprüfung) in Lehrberufen aus dem Berufsbereich (oder fachlich nahe stehenden Berufsbereich) der absolvierten Ausbildung abgelegt werden.

Die Zusatzprüfung umfasst die Gegenstände der praktischen Prüfung, wobei Teile der praktischen Prüfung unter bestimmten Voraus- setzungen (z. B. wenn dies in der Prüfungsordnung des Lehrberufes festgelegt ist, bei Maturanten auf Antrag bei der Lehrlingsstelle) ent- fallen können. Der von der Lehrlingsstelle festzulegende Prüfungstermin darf nicht vor dem Zeitpunkt liegen, zu dem der/die Prüfungs- werberIn frühestens die Prüfung ablegen hätte dürfen, wenn er/sie am 1. 7. des Jahres, in dem er/sie die Schulpflicht beendet hat, ein Lehrverhältnis begonnen hätte.

WICHTIGE  ADRESSE:
Lehrlingsstelle bei der Wirtschaftskammer Wien, Rudolf Sallinger-Platz 1, 1030 Wien, Tel. (01) 514 50

Quelle: AK-Wien
Fachausschuss Tapezierer
1020 Wien, Johann Böhm Platz 1
fa@fachausschuss-tapezierer.at
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